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Nordwasser Geschäftsführung

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Michaela Link (privat)

Auf Grundlage der Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung der Nordwasser GmbH sowie der Verbandsversammlung des Warnow- Wasser- und Abwasserverbands wird, nach Zustimmung im Hauptausschuss der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock und im Zweckverband Wasser Abwasser Rostock-Land vom 25. Juli 2017, Frau Michaela Link als kaufmännische Geschäftsführerin der Nordwasser GmbH zum 01. Januar 2018 bestellt. Sie erhält einen 5-Jahres-Vertrag. Frau Link ist derzeit Standortleiterin und Mitglied im Management einer Beratungsgesellschaft für die Energiewirtschaft und war zuvor langjährig u.a. als Geschäftsführerin in der Energie- und Wasserwirtschaft tätig. Das Verfahren zur Suche eines technischen Geschäftsführers für die Nordwasser GmbH dauert an und wird Ende September 2017 abgeschlossen sein.

01.05.2017: Wir begrüßen die ersten Mitarbeiter

weiers

Antonia Weiers (32), Projektmitarbeiterin

Seit Jahren nahe dran am Wasser-Kunden

Als Antonia Weiers im Jahr 2009 an der Universität Rostock das Master-Studium Dienstleistungsmanagement begann, hatte das zu Wasser keinen direkten Bezug. Außer dem Umstand, dass in der Hansestadt an der Warnow „Wasser permanent präsent ist“ und dass sie wie jeder der mehr als 200.000 Einwohner täglich über frisches Trinkwasser verfügt. Während des Studiums passierte es dann, dass Antonia Weiers plötzlich „Wasser ganz anders aus dem Hahn zapfte“, wie sie rückblickend ihre neue Sicht auf das nasse Element beschreibt. Es geschah an jenem Tag, als sie bei EURAWASSER Nord ein fünfmonatiges Praktikum startete. „Das neue Gefühl hatte viel damit zu tun, dass ich mit einem Mal ein Teil des Ganzen, der alltäglichen Wasserversorgung war.“

Sie blieb Teil des Ganzen. Das Studium beendete Antonia Weiers mit einer Master-Arbeit zur „Optimierung der Wasserzählerbewirtschaftung“ bei EURAWASSER und wurde anschließend vom Unternehmen in ein Trainee-Programm im kaufmännischen Bereich übernommen. Sie entwickelte das Dokumentenmanagement für die elektronische Kunden- und Grundstücksakte weiter und avancierte schon bald zur Leiterin der Kundenbetreuung. „So nahe am Kunden zu sein, zeigt einem sehr eindringlich, wie elementar wichtig eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung ist.“

Antonia Weiers, aufgewachsen in Buchholz bei Rostock, hat in der Hansestadt das Fachgymnasium Wirtschaft in Schmarl besucht. Danach zog es sie zunächst fort. Erst 2005 für ein Jahr als Au-pair nach London, dann nach Berlin, wo sie an der Humboldt-Universität den Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre erlangte. Zurück in Rostock gründete sie nach dem Master-Studium eine Familie und wurde Mutter zweier Söhne. Der zweite wurde 2016 im Sternbild Wassermann geboren.

Mit dem für Mitte 2018 avisierten Wechsel in der Rostocker Wasserver- und Abwasserentsorgung zur Nordwasser GmbH eröffnete sich für sie die Chance für einen beruflichen Neustart nach der Elternzeit. So bringt sich die Expertin für Wasser-Kundenbetreuung seit dem 1. Mai 2017 als Projektmitarbeiterin in den Prozess des Betriebsübergangs ein. Vor allem möchte sie dazu beitragen, den Übergang professionell und zufriedenstellend für die Kunden und alle Mitarbeiter zu gestalten.

Mirsch

Ingo Mirsch (39), Leiter Unternehmensentwicklung

Reizvoller Firmenaufbau: von Null auf Hundert in unter zwei Jahren

Ingo Mirsch ist ein echter Junge aus dem Ruhrpott, wo er 1977 in Essen geboren wurde und von wo der Weg an den Strand der Nordsee kürzer ist als an die Ostsee. Doch auch ohne ans Meer zu reisen, verbrachte er während der Schulzeit in Essen viele Stunden auf dem Wasser. „Unweit von zu Hause gibt es den Baldeneysee, einen großen Stausee der Ruhr, dort habe ich leistungssportlich gerudert“, erzählt der 39-jährige Diplom-Kaufmann. Nach dem BWL-Studium in Düsseldorf, das er 2003 beendete, und dem beruflichen Einstieg bei einem Serviceunternehmen des ThyssenKrupp-Konzerns im Bereich Mergers & Acquisitions ereilte ihn drei Jahre später ein Ruf aus Rostock. Er erhielt die Chance, an die Küste zu wechseln und als Teamleiter Controlling bei EURAWASSER Nord einzusteigen.

„Mich reizte der nächste berufliche Schritt, Führungsverantwortung zu übernehmen“, erinnert sich Ingo Mirsch, und fügt lächelnd hinzu, „aber auch die Strandnähe“. Vom betriebswirtschaftlichen Umgang mit Wasser hatte er wenig Vorstellung, wie er sagt. Dieser hätte sich bald als eine hochkomplexe Zusammenarbeit verschiedener Partner auf privatwirtschaftlicher, kommunaler und Verbandsebene erwiesen. Mit Potenzial, „verwaltungstechnische und technologische Abläufe zu verbessern“. Über die Zwischenstation als Abteilungsleiter Rechnungswesen wurde Ingo Mirsch 2008 zum kaufmännischen Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung berufen. Zuständig für 75 Mitarbeiter und eine Bandbreite an Aufgaben, die vom Einkauf über den IT-Bereich bis zur Kundenbetreuung reichte.

Sieben Jahre später verabschiedete sich Ingo Mirsch von EURAWASSER, aber nicht von Rostock. Der ledige Ruhrpottler ist heimisch geworden in der Hansestadt, „die Charme besitzt und sich dynamisch präsentiert“. Nach einer Auszeit, in der er sich auch mehr seinem Segelboot „Rangali“ widmen konnte, heuerte er Mitte des vergangenen Jahres bei der RVV Rostocker Versorgungs- und Verkehrs- Holding an. Dort war seine Expertise in der Wasserwirtschaft gefragt, um den eingeleiteten Wechsel bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Rostock und im Umland mitvorzubereiten. Seit dem 1. Mai 2017 ist Ingo Mirsch nun als Leiter des Projektteams in der Nordwasser GmbH direkt mit der Vorbereitung der Betriebsübernahme beschäftigt. Diesen betrachtet er als „einmalige Chance, ein neu gegründetes Unternehmen optimal für die Aufgabenerfüllung ab Juli 2018 aufzustellen“.

27.04.2017

Lenkungskreis Nordwasser gibt grünes Licht für Kommunalisierung

Der Lenkungskreis Nordwasser, dem neben der Hansestadt Rostock der Zweckverband Wasser Abwasser Rostock-Land, der Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) und die RVV Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH angehören, hat auf seiner jüngsten Sitzung am Montag, dem 24.04.2017, endgültig den Weg freigemacht zur Umsetzung des Kommunalisierungsprojektes Nordwasser. Dieses sieht vor, die bisher vom privaten Betreiber EURAWASSER Nord GmbH gewährleistete Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Hansestadt Rostock und 29 Umlandgemeinden ab 01.07.2018 in kommunaler Eigenregie fortzuführen.

Beauftragt wird damit die vom WWAV und der RVV gemeinsam gegründete Nordwasser GmbH. Ausschlaggebend für den jetzigen Entscheid des Lenkungskreises war eine aktuelle Stellungnahme des Landesministeriums für Inneres und Europa, in der bestätigt wurde, dass keine kartellrechtlichen Risiken bestehen. Um auch auf Ebene der Europäischen Union (EU) jegliche Risiken einer Anfechtung des Kommunalisierungsprojektes Nordwasser auszuschließen, hat der Lenkungskreis auf Anregung von Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling veranlasst, bei der EU die beihilferechtliche Konformität des Projektes prüfen zu lassen. Unabhängig von dieser Prüfung werden parallel alle notwendigen operativen, strukturellen und personellen Maßnahmen für den Übergang der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Regie der Nordwasser GmbH in den kommenden Wochen und Monaten planmäßig vorangetrieben.

01.02.2017

Protokollerklärung der Rostocker Bürgerschaft zur Wasserversorgung

In der Bürgerschaftssitzung der Hansestadt Rostock vom 01. Februar 2017 wird folgendes erklärt:

Frau Dr. Bachmann stellt - im Namen der Einreicher - den Geschäftsordnungsantrag auf Absetzung des Antrages Nr. 2016/AN/2341 von der Tagesordnung, gibt aber in diesem Zusammenhang folgende Erklärung zu Protokoll:

 

Erklärung

von Dr. Sybille Bachmann (für die Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09)

Eva-Maria Kröger (für die Fraktion DIE LINKE.),

Dr. Steffen Wandschneider (für die Fraktion der SPD) und

Uwe Flachsmeyer (für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

 

Die unterzeichnenden Fraktionen erklären:

Wir halten am Beschluss der Rostocker Bürgerschaft Nr. 2013/BV/5191 vom 05.03.2014 zur zukünftigen Organisation der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Hansestadt Rostock fest.

Ein Bedarf zur Änderung des Beschlusses wird nicht gesehen.

Auszug aus der Niederschrift zur Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock vom 01.02.2017