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Bau des ersten Nordwasser-Brunnens abgeschlossen

Langfristige Versorgungssicherheit für 2.400 Einwohner der Gemeinde Dummerstorf durch neuen Brunnen

Zur langfristigen Erhöhung der Versorgungsicherheit hat Nordwasser im Auftrag des WWAV die Brunnengalerie des Wasserwerkes Reez um einen fünften Brunnen erweitert. Dieser neue Brunnen sichert zukünftig den Trinkwasserbedarf auch bei sommerlichen Verbrauchsspitzen ab. Das Wasserwerk Reez versorgt rund 2.400 Einwohner der Gemeinde Dummerstorf mit Trinkwasser, welches aus Grundwasser gewonnen wird. Die Trinkwasserabgabe des Wasserwerkes Reez ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und lag in 2019 bei rund 140.000 m³ pro Jahr. Bislang wurde das Grundwasser aus vier Brunnen gewonnen und dem Wasserwerk Reez zur Trinkwasseraufbereitung zugeführt.

Schwierige geologische Bedingungen stellten das Bauprojekt mit dem Ziel, einen langlebigen Brunnen mit einer gleichbleibend hohen Förderleistung zu betreiben, vor besondere Herausforderungen. Im April dieses Jahres wurde auf bis zu 52 Metern zunächst „zur Erkundung“ gebohrt, um die geologischen Bodenverhältnisse sowie die hydrogeologischen Eigenschaften des Grundwasserleiters genau zu erfassen. Auf dieser Grundlage konnte mit der konkreten Beplanung und Ausgestaltung des Brunnens begonnen werden. Mit einem speziellen Brunnenfilter und einer doppelten Kiesschüttung ist der neue Brunnen nun derart konstruiert, dass er an die schwierigen Randbedingungen gut angepasst ist. Dies zeigte sich auch im dreitägigen Pumpenversuch. Hier bestätigte sich die erwartete Förderleistung, so dass der neue Brunnen im normalen Betrieb gut 20 m³ pro Stunde in das Wasserwerk einspeisen kann. Wenngleich die Randbedingungen aus technologischer Sicht eher schwierig sind, so ist die Qualität des geförderten Grundwassers umso besser, denn die mächtigen, undurchlässigen Bodenschichten schützen das in der Tiefe liegende Grundwasser vor möglichen menschlichen Einträgen.

Wir haben das Bauprojekt zusammen mit dem Stralsunder Brunnenbauer Vormann & Partner Bohrgesellschaft mbH & Co. KG sowie dem Planungsbüro WastraPlan aus Rostock umgesetzt.


Seit Juli 2018 erfüllt Nordwasser als kommunales Unternehmen die hoheitlichen Aufgaben der Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung nicht nur im Gebiet der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sondern auch in 28 Gemeinden des Landkreises Rostock, dem Verbandsgebiet des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land (ZVRL). Vom Nordwasser-Standort in Tessin aus werden mit insgesamt 30 Mitarbeitern sämtliche Anlagen und Netze zur Wasserversorgung sowie zur Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung des Verbandsgebietes des ZVRL betrieben.

Martin Klement, Meister im Bereich Rostock-Land und Judith Streicher, Ingenieurin für Trinkwasser-Verfahrenstechnik bei Nordwasser