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Weltwassertag 2021: „Wert des Wassers“

Jedes Jahr am 22. März rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag auf. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Wert des Wassers“.

Das für die Menschen in Deutschland zumeist als selbstverständlich wahrgenommene Leitungswasser soll als wertvolles Lebensmittel, als Trinkwasser, ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Trinkwasser ist in Deutschland fast überall zu haben, es kostet wenig und ist von höchster Qualität. Aus Sicht des Klimaschutzes punktet das Leitungswasser ebenfalls: gegenüber Flaschenwasser ist der CO2-Fußabdruck mindestens 170-mal geringer. Grund für diesen Unterschied sind die Verpackungen und teilweise sehr langen Transportwege des Flaschenwassers. „Der einwandfreien Qualität des Trinkwassers von der öffentlichen Wasserversorgung können Sie uneingeschränkt vertrauen“, betont Ulf Altmann, technischer Geschäftsführer der Nordwasser. Das im Versorgungsgebiet der Nordwasser täglich aufbereitete und gelieferte Trinkwasser erfüllt die hohen Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung und unterschreitet die gesetzlichen Grenzwerte regelmäßig deutlich. Dabei wird sowohl das Rohwasser, das aufbereitete Trinkwasser sowie Proben aus dem hiesigen Trinkwassernetz umfänglich und regelmäßig auf bis zu 140 Inhaltsstoffe untersucht. Allein durch das Rostocker Wasserwerk, größtes Wasserwerk in Mecklenburg-Vorpommern, werden rund 240.000 Einwohner in und um Rostock täglich mit rund 33.000 Kubikmetern Trinkwasser – das entspricht circa 200.000 Badewannenfüllungen – über das 700 Kilometer unterirdische, komplex verzweigte Leitungsnetz versorgt.

„Das Trinkwasser in Deutschland ist von höchster Qualität. Damit das auch so bleibt, sollten wir besonders sorgsam damit umgehen“, unterstreicht Altmann. „Wir als Wasserversorger entnehmen das Trinkwasser aus dem Kreislauf, bereiten es mit Hilfe modernster Verfahren auf und geben es nach der Abwasserreinigung wieder in diesen zurück. Dabei nutzen wir die uns zur Verfügung stehenden Technologien, um auch problematische Stoffe zu entfernen. Noch wirkungsvoller und vor allem nachhaltiger ist es, die Einträge ins Abwasser und damit in die Umwelt von vornherein zu reduzieren. Dabei können wir alle unseren Beitrag leisten“, so Altmann weiter. Hierzu zählen beispielsweise die richtige Entsorgung von Arzneimitteln und ein bewusster Umgang mit Produkten des täglichen Lebens, die Mikroplastik enthalten.

Der Weltwassertag, 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen, findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Er soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Ressource Wasser schärfen. Zum Weltwassertag 2018 hat die UN-Weltwasserdekade begonnen, die bis März 2028 andauert und mit der die Vereinten Nationen besonders auf die Themen Wasser und Gewässerschutz aufmerksam machen.

Weitere Infos zum Weltwassertag finden Sie hier.

Michael Hermann, Ingenieur für Verfahrenstechnik der Nordwasser im Wasserwerk