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Pressemitteilungen

01. 07. 2018

Nordwasser hat am 1. Juli die Wasserversorgung übernommen

„Wasser marsch!“ hieß es in der Nacht zum Sonntag, dem 1. Juli, für die Nordwasser GmbH. Um Punkt 00.00 Uhr übernahm der Kommunalbetrieb im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und die 28 Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land von der EURAWASSER Nord GmbH. Damit ist die von der Rostocker Bürgerschaft, dem Zweckverband Wasser Abwasser Rostock-Land und dem WWAV vor vier Jahren beschlossene und auf den Weg gebrachte Rekommunalisierung der Wasserwirtschaft in Rostock und im Umland erfolgreich umgesetzt worden. „Alle Beteiligten haben Wort gehalten, auch und vor allem in Bezug auf die Bürger, die mit Gebührensenkungen vom ersten Tag an von der Rekommunalisierung unmittelbar profitieren“, würdigte WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke den Beginn einer neuen Ära in der Rostocker Wasserwirtschaft ab dem 1. Juli 2018.

Im Vorfeld des Betreiberwechsels hatte der zuständige WWAV auf Basis des kommunalen Dienstleistermodells die Gebühren neu kalkuliert und beschlossen. So gelten ab dem 1. Juli dieses Jahres im Hoheitsbereich des WWAV eine um 24 Prozent abgesenkte Trinkwasser-Mengengebühr und eine um 14 Prozent reduzierte Schmutzwasser-Mengengebühr. WWAV-Verbandsvorsteherin Ines Gründel verwies auf die „enorme organisatorische und technische Herausforderung“, die der Betreiberwechsel für das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nordwasser darstellt. „Der Praxistest hat jetzt begonnen“, so Gründel. Rund 300 Mitarbeiter, die von der EURAWASSER zur Nordwasser im Zuge des Betriebsübergangs gewechselt sind, und die 19 Mitglieder des Kernteams von Nordwasser stehen vor der Aufgabe, vom ersten Tag an vor allem die reibungslose Weiterführung des Betriebes der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen abzusichern. „Parallel hierzu führen wir neue IT-Technik wie Abrechnungs- und Kommunikationssysteme sowie ein modernes Prozessleitsystem in die Arbeitsabläufe ein“, erläuterte Wolf-Thomas Hendrich, Technischer Geschäftsführer der Nordwasser GmbH. „Um etwa den reibungslosen Betrieb des Wasserwerks, der Kläranlage und der fünf Hauptpumpwerke zu gewährleisten, müssen rund 16000 Daten am Tag abrufbar sein.“ Bei der Bewältigung dieser Prozesse setzt Nordwasser „vor allem auf das Know-how, das Engagement und die regionale Verwurzelung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte die Kaufmännische Geschäftsführerin Michaela Link.

Resümierend blickte Joachim Hünecke, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land auf den Vollzug der Rekommunalisierung: „Es ist ein guter Tag, weil nach sechs Jahren intensiver Vorbereitung die kommunale Wasserver- und Abwasser-entsorgung in der Region nicht mehr nur eine Ankündigung ist, sondern praktisch verwirklicht wird.“ Zufrieden zeigte sich auch der Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock Roland Methling. Er freue sich, „dass es gelungen ist, den politischen Beschluss zur Rekommunalisierung der Wasserwirtschaft im Bereich des WWAV zum geplanten Termin umzusetzen.“ Und fügte hinzu: „Dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten. Vor 25 Jahren gab es gute Gründe für ein öffentlich-privates Betreibermodell, so wie es jetzt gute Gründe gibt, die Wasserwirtschaft im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner zurück in die öffentliche Hand zu nehmen.“ Der Oberbürgermeister betonte, dass es nun gilt, auch alle gemeinsam getroffenen Prämissen, vor allem Versorgungssicherheit und Gebührensenkung, einzuhalten.

Im Frühjahr hatte sich Nordwasser mit einem Begrüßungsschreiben direkt an jeden der 36.000 Kunden gewandt und sich als künftigen Dienstleister für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung vorgestellt. In dem Schreiben wurde auch über die Zahlungs- und Abrechnungsmodalitäten ab dem 1. Juli 2018 informiert. Dabei kommt zum Beispiel eine neue Kundenabrechnungssoftware zum Einsatz. Außerdem steht den Kunden im Internet ein interaktives Kundenportal zur Verfügung, über das Nordwasser rund um die Uhr erreichbar ist. Im Rostocker „Haus der Stadtwerke“ in der Kröpeliner Straße besteht seit einigen Wochen zusätzlich die Möglichkeit, Kundenbetreuer von Nordwasser persönlich zu sprechen und kundenrelevante Fragen zu klären. Darin sieht Oliver Brünnich, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Nordwasser GmbH, eine gewisse Symbolik für die Hanse- und Universitätsstadt: „Mit Nordwasser ist in der Familie der kommunalen Unternehmen Rostocks wieder der elementare Bereich Wasserwirtschaft vertreten. Daraus resultierende Synergieeffekte wollen wir für die Bürger der Stadt und des Umlandes nutzen.“

Die Nordwasser GmbH war im Frühjahr 2015 vom Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) und der RVV Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH gegründet worden. Seit dem 1. Juli 2018 betreibt das kommunale Unternehmen im Auftrag des WWAV die Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und die 28 Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land. Mit der Kommunalisierung der Wasserwirtschaft in der Hansestadt und Umgebung favorisieren die Partner WWAV und RVV ein in der Kostenstruktur transparentes und deutlich effizienteres Modell als das bisherige öffentlich-private Betreibermodell.

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